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DIE
GIESSEREI
"...olio
d’oliva un Vaso de lirette 6 per miodiar la sabbia da gettare come
anca per saldar le canne.."
C.Prati
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Die Arbeitsanweisungen
zum Metallpfeifenbau stammen von Carlo Prati, wie er sie
1689 für die Orgel im Mailänder Dom beschrieben hat.
Bei der Auflistung des gewünschten Materiales schreibt
er: „ Zum ersten bley im werthe von 150 lire, zum
anderen kohle holtz sand vnd 12 unzen von argento vivo
fuer’s loeten, zum dritten einen Krug olivenoel im
werthe von 6 lirett e fuer’s mischen des sandes vnd auch
zum loeten der Pfeiffen vnd (...) zwey siebe zum sieben
des sandes“.
Pratis Bleiplatten
wurden nach dem Gießen gehobelt und anschließend auf der
Innenseite gehämmert.
Auf
Sand gegossene Zinnplatt,
Colorina (SO) - Rejna 1696
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Orgryte Nya kyrka
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Das Goteborg Organ Art
Center , eine Forschungsstätte der Göteborger Uni, hat
eine Reihe von historischen Forschungen begonnen, um die
antike Bauweise verschiedener alter Orgelbauer wie
Schnitger, Scherer oder Fritzsche zu entschlüsseln.
Insbesondere wurde das Verfahren, Zinnplatten auf Sand zu
gießen, mit modernen Mitteln neu erforscht und
wiederbelebt. Diese Untersuchungen wurden im Jahr 2000 bei
der Rekonstruktion einer Schnittgerorgel in der Örgryte nya
kyrka in
die Praxis umgesetzt. |
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In Werkstatt des GoArt, Goteborg |
Wir hatten die Gelegenheit,
uns im GOArt umsehen zu dürfen. Während dieser Zeit
sammelten wir Erfahrung im Sandgussverfahren, in der
Weiterbearbeitung der Zinnplatten und in der
Metallpfeifenkonstruktion im Stile Schnitgers |
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Unsere Gießerei ist mit je
einer Gießlade mit Sand und mit Tuch, sowie mit einem
Zinnhammer ausgerüstet. Der Sand ist sorgfältig
ausgewählt, damit er gut die Wärme speichern kann, und mit
Olivenöl extra vergine italienischer Produktion vermischt.
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Die Möglichkeit der
Eigenproduktion läßt die konsequente Rekonstruktion und
Integration der zu ergänzenden Pfeifen nach den antiken
Materialvorgaben zu. Die Legierungen werden nach genauer
Analyse der originalen Proben jedesmal neu zusammemgesetzt.
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Dank der
Zinnhämmermaschiene nach Dom Bedos (18.Jhdt.), siehe oben
rechts, können die
Platten nach alter Art und Weise gehämmert werden, das heißt mit
der Möglichkeit, die Kraft des Hammeraufschlages
selbst zu bestimmen.
Der waagerecht arbeitende
Zinnhobel bearbeitet die Platten, ohne ihre Binnenstruktur
zu zerstören. Anschließend werden sie mit der Ziehklinge
von Hand abgezogen.
So bearbeitet sind die
Zinnplatten bereit, für die Pfeifen zugeschnitten zu
werden.
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