CHIURO (SO)

Ettori-Orgel 1804

DISPOSIZION

 

Principale [8’]

Ottava

Quintadecima

Decimanona

Vigesimaseconda

Vigesimasesta

Vigesimanona

Flauto in XII

Cornetta

Flutta [ 8’ ] soprani

Contrabassi [ 8’] (Transmission von Principale)

PEDAL: inserisce il Ripieno - disinserisce il Ripieno

MANUAL: 50 töne C-f'''  kurze Oktave

PEDAL: C - e°

 
     
 

 

Es handelt sich um ein 1804 von Giovanni Battista Ettori erbautes Instrument, der aus dem Hauptzweig einer seit dem Ende des 18. Jhd. im Veltlin tätigen Orgelbauerfamilie stammt. Ettori unterscheidet sich in seinen Werken von den übrigen lombardischen Orgelbauern dadurch, daß er einen eigenen Stil mit Einflüssen aus Venezien  herausgearbeitet hat.  Deren Besonderheit ist eine spezielle Bauweise bei der Konstruktion der Windlade, die dem Abeiten des Holzes Rechnung trägt und dadurch gerade bei Schwankungen der Luftfeuchtigkeit eine unbegrenzte Lebensdauer garantiert.

Andere Einzelheiten sind der Mechanismus zum Ziehen der Ripieno-Register und die Transmission des Prinzipales 8’ in das Pedal.

Die Orgel steht af der Westempore, was in Italien nicht immer selbstverständlich ist.

Das Gehäuse aus Fichte in einfacher Konstruktionsweise ist im Neoklassischen Stil gehalten, mit einem Architrav auf zwei jonischen Säulen.

Wegen des Verlustes sämmtlicher(!) Metallpfeifen war der Prospekt mit einem Vorhang verdeckt.

 

Durch sorgfältige Analyse der Pfeifenstöcke und –halterungen konnten wir feststellen, daß der Prospekt 21 Pfeifen in pyramidenförmiger flacher Aufstellung hatte mit allen Mündern auf gleicher Höhe.Die Mensuren wurden durch sogfältige Studien an der Windlade und den Rasterbrettern unter Einbeziehung anderer Pfeifen Ettoris aus den Orgeln in Villa di Tirano, Sernio, Fusine, Castello di Aqua und Grosio.Die chemische Analyse einiger Proben haben überall die gleiche Legierung festgestellt.